KLEINE KAFFEEKUNDE
Milch und Latte Art.
Gute Milch für Latte Art sieht aus wie nasse Farbe. Glänzend, fein, ohne sichtbare Blasen. Dahin kommst du in fünf Schritten. Der Rest ist Übung, und die macht man am besten jeden Morgen.




- Kalt anfangen. Kalte Milch, gern auch eine kalte Kanne. Je mehr Zeit die Milch beim Erwärmen hat, desto feiner wird der Schaum. Füll nicht zu voll. Die Milch braucht Platz nach oben.
- Luft ziehen. Die Dampflanze knapp unter die Oberfläche, Dampf auf. Ein leises, gleichmäßiges Geräusch heißt: Es kommt Luft hinein. Nur ein paar Sekunden. Klingt es wie Reißen, ist die Lanze zu weit oben.
- Rollen lassen. Lanze etwas tiefer, Kanne leicht schräg. Die Milch beginnt sich zu drehen und zieht die großen Blasen nach unten, wo sie zerfallen. Leg die Hand an den Korpus. Wird er zu warm zum Halten, Dampf aus.
- Klopfen und schwenken. Einmal kurz auf die Arbeitsplatte, damit letzte Blasen platzen. Dann die Kanne kreisen lassen, bis die Oberfläche glänzt wie Lack.
- Gießen. Erst aus etwas Höhe in die Mitte der Tasse, damit sich Milch und Espresso verbinden. Dann nah ran, der Ausguss fast auf der Oberfläche. Jetzt bleibt die Milch oben und das Muster entsteht. Zum Schluss anheben und einmal durchziehen.
Häufige Fehler:
- Große Blasen? Zu viel Luft, oder die Milch hat zu spät angefangen zu rollen.
- Milch versinkt? Ausguss zu weit oben.
- Muster verläuft? Milch zu dünn, beim nächsten Mal etwas länger Luft ziehen.
Das erste Herz wird selten schön. Das zehnte schon eher.
Drei Getränke, eine Kanne
- Flat White: doppelter Espresso, wenig, sehr feine Milch. Aus der LUN reicht es für zwei.
- Cappuccino: mehr Schaum, gleiche Tasse. Eine LUN, ein Cappuccino.
- Matcha Latte: Matcha mit etwas heißem Wasser glatt rühren, dann aufgeschäumte Milch darüber. Funktioniert genauso mit Kakao.